Am vergangenen Wochenende, dem 20. und 21. Dezember, stand das Gurschen-Skigebiet ganz im Zeichen des alpinen Skirennsports: Die besten Athletinnen und Athleten aus der Zentralschweiz, aber auch einige Skirennfahrer aus dem Zürcher, dem Bündner und dem Tessiner Skiverband kämpften bei zwei JO-Punkte- und zwei Animationsrennen um wertvolle Punkte und Podestplätze. Die Wetterbedingungen waren ideal mit hartem Schnee und teilweise Sonnenschein – perfekte Voraussetzungen für anspruchsvolle Rennen.
Spannung nach intensiver Vorbereitungsphase
Erstmals bereiteten sich die Athletinnen und Athleten des USV gemeinsam mit dem Kader des Skiclub Gotthard Andermatt auf die neue Skisaison vor. Unter der Leitung von Marcel Wipfli, Chef Alpin des USV und SCGA und seinem Cheftrainer, Adi Bernasconi konnten diverse Trainingslager in Zermatt aber auch in Österreich durchgeführt werden. Umso mehr war man gespannt, wie sich die Athleten am ersten Kräftemessen gegen starke Konkurrenz aus der ganzen Schweiz in Szene setzen würden. Die kargen Schneeverhältnisse in anderen Skigebieten führten dazu, dass das Rennfahrerfeld mit zirka 150 gemeldeten Athleten grösser und auch stärker besetzt war als üblich.
Seya Deplazes und Louis Regli mit zwei Kategoriensiegen
Bereits bei den U12 Mädchen zeigte sich, dass die Urner Athletinnen und Athleten zu den Besten Slalomfahrerinnen der Zentralschweiz gehören. Seya Deplazes feierte ihren ersten Sieg sowie einen ausgezeichneten zweiten Platz bei ihrem Debut. Auch Laura Regli konnte mit zwei dritten Plätzen vollends überzeugen. Im Rennen bei den U14 Athletinnen platzierten sich Nima Deplazes als vierte sowie fünfte und Melina Planzer zweimal im 7. Rang. Bei den U16 Athletinen konnte Anna Escher mit einem vierten und einem siebten Platz die Farben des USV bestens repräsentieren.
Nicht weniger ambitioniert starteten die jungen USV und SCGA Männer in die Slalomsaison.
Auch sie bestätigten mit ihren Leistungen, dass Marcel Wipfli und Adi Bernasconi mit ihren Trainings im Vorfeld zum Saisonstart alles richtig gemacht hatten. Louis Regli konnte mit einer bärenstarken Leistung und 2.4 Sekunden Vorsprung das Rennen der U14 Rennfahrer für sich entscheiden. Auch Cyrill Rüegg (5. und 8.) sowie Aron Zurfluh (6. und 7.), aber auch Noe Huwyler (5. und 6.) bei den U16 Rennfahrern bewiesen, dass der Kanton Uri eine Slalommacht ist.
Wilhelm Tell Cup als Novum
Eines der statutarisch festgesetzten Ziele des Skiclub Gotthard Andermatts ist die Förderung des Skisports. Deshalb war es dem Vorstand des Skiclubs ein grosses Anliegen, dass auch die ganz kleinen Skistars ohne Rennlizenz die Möglichkeit haben, ihre Kräfte zu messen. Als Sponsor des Wanderpokals konnte kein Geringerer als Bernhard Russi gewonnen werden. Mit Stolz durften die besten Kinder der jeweiligen Kategorien den Preis aus den Händen des Olympiasiegers entgegennehmen.
Dass der SCGA auch bei den kleinsten Athleten bereits hervorragende Arbei leistet, zeigte sich darin, dass mit Aksel Mulvoy, Gianin Deplazes und Alessio Regli gleich alle drei Podestplätze bei den U8 Rennfahrern geholt werden konnten. Auch bei den U10 Mädchen brillierte Elin Bricker mit den Rängen 1 und 2. Bei den Knaben U10 holte Lou Deplazes den 1. und 3. Rang. Auch Sascha Regli konnte einen 3. Rang erkämpfen und unterstrich die starke Urner Teamleistung bei den Kleinsten.
Noe Huwyler mit Tagesbestzeit
Bei den U12 Knaben entschied Gianluca Winzeler mit zwei ganz starken Läufen beide Rennen für sich. Auch Seya Deplazes errang wie am Vortag einen ersten und einen zweiten Platz in ihrer Kategorie. Bei den U14 Knaben konnte sich Louis Regli einen Sieg und einen zweiten Platz erkämpfen. Auch Elias Braschler holte mit zwei dritten Plätzen zwei der begehrten Podestplätze. Zu guter Letzt konnten die Urner Rennfahrer auch bei den U16 Athleten ganz vorne mitmischen. Noe Huwyler entschied seine Kategorie für sich und fuhr zugleich die Tagesbestzeit. Bei den Mädchen errang Giulia Winzeler einen hervorragenden zweiten Rang und Anna Escher konnte sich einen dritten Rang erkämpfen.
Dank geht an die vielen Helfer
Das Urserental konnte sich an diesem Wochenende von seiner besten Seite zeigen und der alpinen Rennsportfamilie aus der ganzen Schweiz beste Bedingungen anbieten. Dies war nur dank der hervorragenden Arbeit der vielen Helferinnen und Helfer möglich. Ein grosser Dank gebührt auch dem Skiarena Team um Igi Zopp, welche die Pisten bestens präparierten. Der Wilhelm Tell Cup wird inksünftig hoffentlich als ein fixer Bestandteil im Rennkalender aller kleinen und grossen alpinen Skirennfahrer etablieren.